Aktuelles

Ruhensvereinbarung

Zur Ruhensvereibarung

Manchmal hilft ein Mindestmaß an Rechtskenntnis seitens des Mediators den Medianden. Vor allem dann, wenn man aufgrund der Erfahrung den weiteren Verlauf eines bereits anhängigen Verfahrens abschätzen kann.

Daher (ohne auf den betreffenden Einzelfall eingehen zu können/wollen) verrate ich ein kleines Geheimnis zu meiner Vorgehensweise in manchen Fällen:

Ich ersuche die Medianden ein anhängiges Verfahren im Rahmen einer sogenannten Ruhensvereinbarung sich dahingehend zu verständigen, dass die Mediation unbeeinträchtigt vom gerichtlichen Procedere und auch nicht beeinflußt von der (in der Regel fraglos fundierten und oft auch zielführenden) Unterstützung der Anwälte stattfinden kann.
Sollten rechtliche Unklarheiten auftauchen oder Rechtsfragen zu klären sein, um den Fortgang der Mediation zu sichern, können die Medianden freilich Rücksprache mit ihren Rechtsberatern halten, jedoch nur zu einzelnen konkreten Fragestellungen.

Vertrauen wir der Mediation als Institut, um die rechtlichen Rahmenbedingungen, damit sie gelingen kann, kümmert sich

 

Ihr Mediator

Die Lesung rückt näher

Ich freue mich schon, Sie am 20.Juli um 19:00 in Wolfsberg am Reckturmweg 3 (Eingang Bleiweißparkplatz) zu meiner Lesung begrüßen zu dürfen. Gerne können wir auch im Anschluß allfällige Fragen zur Mediation besprechen.

 

Ihr Mediator als Dichter / Lesung am 20.Juli 2018

Was Sie schon immer (oder zumindest gelegentlich) zur Mediation fragen wollten

FAQ´s Mediation

Was Sie schon immer wissen wollten….

Warum gerade Mediation?
Weil Mediation am Gegensatz zu anderen Konfliktbeilegungsmethoden auf die Selbstbestimmtheit der Parteien setzt und die Entscheidungsfindung nicht an außenstehende delegiert. So haben es die Parteien selber in der Hand, eine nachhaltige Lösung zu vereinbaren. Schon alleine dadurch, dass die Lösung von den Parteien selber erarbeitet wird, hat sie eine andere moralische Bindungswirkung, als eine von außen aufoktroyierte Entscheidung.

Aber ich habe doch Recht
Ja, Sie haben und behalten Recht. Nur bekommen Sie über Mediation auch noch einen Einblick in die Standpunkte Ihres Gegenübers und erarbeiten gemeinsam eine Lösung, die Ihnen beiden gerecht wird.

Was kostet das?
Mediatoren sind selbständige Unternehmer. Hier richtet sich der Stundensatz nach Vereinbarung mit dem Mediator.

Grundsätzliches: Sollte eine Förderung des Familienministeriums in Anspruch genommen werden, so müssen die MediandInnen einen Nachweis über für Einkommen durch Vorlage von Lohnbestätigungen, Gehaltszetteln u.ä. erbringen, wie auch über die Anzahl der unterhaltspflichtigen Kinder [i]. Bei Inanspruchnahme einer Förderung gilt der Stundensatz von €220.-

Woran erkenne ich einen guten Mediator?
Gut/Schlecht sind nicht die Kategorien in der Mediation. Die Chemie zwischen den Medianden und dem/r MediatorIn muss passen. Freilich ist es auch wichtig, dass eine Vereinbarung auch gewissen Erfordernissen entspricht. Daher spielt die Erfahrung des/r Mediator´s, -in sicher eine große Rolle. Beispielsweise gibt es im Rahmen einer Scheidungsvereinbarung unumgängliche Fixpunkte, die nicht der freien Disposition der Parteien unterliegen.

Bin ich nicht beim Anwalt besser aufgehoben?
Mediation ist kein Allheilmittel[ii], es wird sicherlich Fälle geben, in denen das Machtungleichgewicht dermaßen groß ist, dass man keine einvernehmliche Lösung erarbeiten kann. Sollte dann eine Rechtschutzversicherung die Kosten übernehmen, ist der Weg zu Anwalt sicherlich eine Überlegung wert. Zu bedenken wäre allerdings aus Sicht der Mediation, dass der Weg zum Anwalt eine selbstbestimmte und konsensorientierte Lösung verkompliziert, während die Kontaktaufnahme mit dem Mediator den späteren Kontakt zum Anwalt immer noch offen läßt.

Wie lange dauert eine Mediation?
Hier eine abschließende, allgemeine Antwort zu geben wäre unseriös. In einer Vielzahl der (Scheidungs-)Fälle kommt man zwar mit 3-5 Sitzungen aus, wobei bei Nachbarschaftsmediationen erfahrungsgemäß auch oft 1-2 Sitzungen reichen, während Arbeitsplatzkonflikte manchmal über 10 Stunden benötigen.

Ist das Ergebnis rechts-verbindlich?
Dies kommt darauf an, wie die Medianden mit dem Ergebnis der Mediation umgehen. Grundsätzlich bildet die Vereinbarung zwischen den Medianden einen Vertrag, welcher einzuhalten ist, wenn dies bei Vertragsabschluss der bindende Wille beider Parteien ist. Bei Scheidungsmediationen wird das Ergebnis jedenfalls im Rahmen des Scheidungsbeschlusses rechtskräftig. Andere Vereinbarungen kann man vor Gericht im Rahmen eines  prätorischen Vergleiches rechtskräftig werden lassen.

Was ist mit Informationen, die im Rahmen der Mediation ans Licht kommen?
Grundsätzlich gilt im Rahmen der Mediation das Prinzip der Vertraulichkeit, eingetragene MediatorInnen unterliegen auch der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht.

In welchen Gebieten hilft Mediation?
Grundsätzlich in allen Konflikten, in denen die beteiligten Parteien eine selbstbestimmte Lösung suchen wollen. Die klassischen Bereiche sind freilich:
Familie (hier: Scheidung, Obsorge, Ehevertrag, Unterhalt)
Nachbarschaftskonflikte
Erbschaft/Testament
Arbeitsplatz (Mobbing, Unternehmensübergabe, -neuausrichtung)

Kann ich auch alleine kommen?
Die erste Kontaktaufnahme kann auch alleine erfolgen, wobei dann auch der anderen Konfliktpartei die Möglichkeit zu einem Einzelgespräch eingeräumt werden sollte. Grundsätzlich findet Mediation aber immer in Gegenwart aller handelnden Personen statt. In Ausnahmefällen kann auch das Modell der Pendelmediation[iii] herangezogen werden.

Und dann noch der Klassiker:

Meditation oder Mediation?
warum ODER? Den Medianden empfehle ich Meditation vor der Mediation, mir selber.. oft danach 😀

 

[i] https://www.bmfj.gv.at/familie/trennung-scheidung/mediation.html

[ii] https://mediationwanderer.wordpress.com/mediation-kein-allheilmittel/

[iii] http://www.wiki-to-yes.org/wiki/Pendelmediation

Ihr Mediator als Dichter / Lesung am 20.Juli 2018

Mediation ist Kreativität. Lesung des Mediators

Sie verlangt nach kreativen Lösungen der Medianden, aber auch nach einer Offenheit des Mediators für diese Wege.
Nun, von Ihnen, meinen MediandInnen weiß ich, dass Sie ungewöhnliche Ansätze schätzen.. deswegen wenden Sie sich an mich.

Ich selber bin neben meiner beruflichen Tätigkeit auch leidenschaftlicher Schreiberling und habe kürzlich mein 2. Buch herausgebracht. Es trägt den idealistischen Titel „Humanismus ist nicht heilbar“ und ist im Morawa-Verlag erschienen. Erhältlich ist es in der Wolfsberger Buchhandlung „Libellus„, über Amazon, Manz oder so ziemlich jeden anderen Online-Versand.

Ich freue mich nun, Sie zu meiner Lesung am 20.Juli 2018 in Wolfsberg einladen zu dürfen. Adresse ist das Kellerlokal beim Bleiweißparkplatz Reckturmweg 3

Beginn um 19:00 (danke für den Hinweis)

Ihr Mediator als Dichter

Humanismus ist nicht heilbar

Mediation ist Kreativität, daher erlaube ich mir, auch auf meiner beruflichen Homepage meinen Gedichtband „Humanismus ist nicht heilbar“ zu erwähnen.

Danke an den MANZ-Verlag, der meine Bücher:
Handbuch Mediation (WEKA-Verlag)
Mediation ist Do it Yourself
An die Arbeit
Humanismus ist heilbar

im Webshop vertreibt

Wieso ist Datenschutz für SIE ein Vorteil?

DSGVO und wir

Die DSGVO und Mediation-Wolfsberg

Ich könnte nicht sagen, dass ich begeistert bin, mich mit Impressumsvorschriften herum zu schlagen, dazu arbeite ich zu gerne inhaltlich, dazu schreibe und berate ich zu gerne. Und doch halten die DSGVO und sogar die verwässerte innerstaatliche Umsetzung dazu an.
Nein, ich habe ohnehin keinen Newsletter, ich schreibe meinen Blog und habe diesen ja auf meinen Seiten www.mediation-wanderer.at , www.mediation-wolfsberg.at und www.erbschaftsmediation.at verlinkt.
Hier muss ich niemandes Daten abfragen, sondern stelle es den Menschen frei, sich die entsprechenden Infos zu holen. Ich habe erfahren, dass wer gibt auch bekommt.

Es geht um Sie

Ja, WordPress, die Software mit der ich meine Homepages erstellt habe, hat ein Statistikprogramm im Hintergrund laufen, doch hier nutze ich „Statify“ welches als schonendstes Tool beschrieben wird, nachdem keinerlei Cookies oder Drittanbieter genutzt werden . Es ist zwar nicht so, dass mich die Daten meiner Klienten, all jener die meine Seiten Aufrufen, nicht interessieren würden, doch geht es ja nicht um mich und meine Interessen. Es geht um SIE, es geht um Ihre Bedürfnisse und Ihre Anliegen.

Datensparsamkeit

Eine kleine „negative“ Auswirkung hat der „Grundsatz der Datensparsamkeit“ freilich schon auf für Sie, sehr geehrte MediandInnen und KlientInnen: Ich speichere Ihren Namen nicht mehr, oder nur in Ausnahmefällen in meinem Handy, weswegen ich nicht sofort erkenne, wer mich anruft. Doch möchte ich einerseits freilich dem Gesetz bzw. der Grundverordnung Genüge tun, andererseits auch sicher gehen, dass Ihre Daten, die Daten meiner MediandInnen keinesfalls in fremde Hände gelangen, sollte mir mein Smartphone einmal abhandenkommen. Aber, mehr als dass Sie sich daher noch einmal namentlich melden müssen und mich vielleicht in kurzen Worten an die Themenstellung erinnern (falls wir uns schon jahrelang nicht gesehen haben) kann daher auch nicht geschehen.

Hürden als Training

Ja die DSGVO ist mühsam und Nein, ich verlasse mich nicht auf ihre innerstaatliche Umsetzung, da ich davon ausgehe, dass die minimalistischen Ansätze des aktuellen Datenschutzrechts nicht halten werden. Ich sehe es aber als Service an meinen MediandInnen und KlientInnen und als Denksportaufgabe für mich selber. Wenn ich schon manchmal in Mediationen und Beratungen meine, Hürden wären Trainingsgeräte, dann trainiere ich selber auch ein wenig und verspreche Ihnen, mit Ihren Daten höchst vorsichtig und sparsam umzugehen.

Tagung „mit 66 Jahren…“

Ich freue  mich auf die Tagung im“mit 66 Jahren“ zu Fragestellungen der Generation 66+ und den Beiträgen der unterschiedlichen Berufsgruppen.

Im Rahmen meines Referates „Durchs Reden kommen die Leut z´amm“ möchte ich die Möglichkeiten der Mediation im Rahmen der Erstellung von Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung aber auch letztwilliger Verfügung oder auch der klassischen Erbschaftsmediation erläutern.

Mediation im Zusammenhang mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung?

Mediation im Zusammenhang mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung?

Nein, Mediation ist nicht unbedingt bei einer Patientenverfügung oder einer Vorsorgevollmacht nötig. Das kann man sich schon selber mit jenen ausmachen, denen man sein Leben beziehungsweise sein Wohl anvertrauen möchte.

Während die Patientenverfügung[1] dem Arzt eine Art Anleitung geben soll, wie er denn im Falle, dass der verfügende Patient nicht mehr äußerungsfähig sein sollte mit dessen Behandlung fortfahren sollte. Sollen dann alle möglichen und zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt werden, um das Leben zu verlängern oder gibt es Behandlungsmethoden, welche der Patient ablehnt.
Es bedarf hier (zumindest für die verpflichtende Verfügung) auch einer ärztlichen Aufklärung über die zum Zeitpunkt der Beratung möglichen lebensverlängernden Maßnahmen, nachdem der Patient hier eine sehr schwerwiegende und weitreichende Verfügung nur gut beraten treffen soll.

20180209_092155

LINKSAMMLUNG

http://www.patientenverfuegung.or.at/
Arbeitsbehelf zur Patientenverfügung
Formular Patientenverfügung Stand 9.2.18
Nachdem es bei der Patientenverfügung auch nicht um ein zweiseitiges Rechtsgeschäft handelt, sondern eine einseitige Aussage des Verfügenden, ist die Entscheidung freilich ausschließlich dem Verfügenden überlassen. Dennoch wären Gespräche zwischen dem Verfügenden und seinen Vertrauenspersonen wichtig und können begleitet werden. Stehen möglicherweise ethische Fragen, religiöse Aspekte oder auch juristische Bedenken im Raum und müssen angesprochen werden? Hier ist es wichtig, nicht nur dem Wunsch der verfügenden Person unbedingten Vorrang zu geben, sondern auch allfällige persönliche Hindernisse bei jenen Personen einzubeziehen, welche als Vertrauenspersonen genannt werden. So wäre die Ablehnung einer Herz-Lungenmaschine hier im möglichen Konflikt zu der religiös motivierten Einstellung der Vertrauensperson, Leben unter allen Umständen zu verlängern. Allfällige Unvereinbarkeiten müssen rechtzeitig besprochen werden um in Zukunft keine Hindernisse darzustellen.

Nein, nicht unbedingt im Rahmen einer formellen Mediation, doch schaden die Erkenntnisse und die Regeln der Mediation nicht, um alle möglichen Aspekte zu beleuchten.
Auch für den Fall, dass beispielsweise mehrere Kinder für die Vollmacht in Frage kommen und entweder nur eines davon die Verantwortung übertragen bekommen soll, oder auch alle gemeinsam oder in gewisser Reihenfolge. Hier kann es möglicherweise zu Unstimmigkeiten kommen, wenn die Kinder im besten Wissen und Gewissen zu unterschiedlichen Auffassungen kommen. Hier tut Gespräch und entsprechende Unterstützung Not.

Die Vorsorgevollmacht ist im Vergleich zur reinen Patientenverfügung eine umfangreichere Erklärung. In ihr werden weniger Anleitungen gegeben, sondern wird eine Vollmacht für den Fall erteilt, dass die vollmachtgebende Person die Geschäftsfähigkeit, der Einsichts- und Urteilsfähigkeit oder der Äußerungsfähigkeit verlieren sollte. Für diesen genau definierten Fall kann nun eine Person genannt werden, welche im Sinne des Vollmachtgebers (der Vollmachtgeberin) die Entscheidungen trifft. Im Rahmen eines Formulars können weitgehende Anleitungen bis hin zum Verkauf der Wohnung zu Zwecken der Finanzierung der Pflege gegeben werden, doch ist es wichtig, dass auch hier ein eingehendes Gespräch nicht nur mit dem beratenden Arzt und dem Anwalt/Notar/Vertreter des Vetretungsnetzes stattfindet, sondern eben auch mit jener Person genau über die Wünsche des Vollmachtgebers gesprochen wird.

 

Linksammlung Stand 9.2.18

Inhalt und Tipps zur Errichtung
Justiz.gv.at zur Vorsorgevollmacht
Aus eigener Erfahrung sowohl in der Beratung wie auch privat weiß Ihr Autor um die Bedeutung des Gesprächs in der Vorbereitung der Vorsorgevollmacht. Nur so werden die Wünsche des Vollmachtgebers klar, können mit dem/-r Bevollmächtigten abgesprochen werden. Die Alternative, dass man zwar mit einer entsprechenden Vollmacht und dem damit verbundenen Vertrauen ausgestattet ist  und eben nicht genau um die Wünsche des Vaters/derMutter oder des Partners weiß, wäre unerfreulich. Daher ist hier eine intensive Auseinandersetzung anzuraten.
Wer sich einmal das umfassende Formular angesehen hat, weiß was ich meine.

. Erfahrung in Mediation und Familienberatung hilft dabei, es geht schließlich um eins der wirklich wichtigen Dokumente.

 

für Fragen bzw. Kontakt

[1] https://www.bmgf.gv.at/cms/home/attachments/4/8/9/CH1096/CMS1160730474485/formular_patientenverfuegung.pdf (Stand 9.2.18)